Chancen vertan! Tönnies bleibt der Boss.

Nach einer rassistischen Aussage von S04-Boss Clemens Tönnies hat der Ehrenrat des FC Schalke 04 getagt. Mit Ergebnis, dass die Tönnies‘ Aussage nicht Rassismus beinhalte. Tönnies entschied sich trotzdem seine Ämter erstmal ruhen zu lassen. Dass der Verein nicht selbst durchgriff, ist inakzeptabel. Ein Kommentar

Kein Platz für Rassismus beim S04

Das Ruhrgebiet ist vielfältig. Menschen unterschiedlichster Nationalitäten und Kulturen wohnen hier zusammen und kommen miteinander aus. Dementsprechend vielfältig gestaltet sich dementsprechend auch das Umfeld beim Ruhrpott-Klub Schalke 04. Allein ein Blick auf den aktuellen Bundesliga-Kader zeigt dies. Das sich der Verein innerhalb seiner Vereinssatzung gegen Rassismus ausspricht, verstärkt nur noch diesen Eindruck. Beim S04, da hat kein Mensch mit rassistischen Äußerungen platzt. Wer dies dennoch tut, der gehört postwendend entlassen. Schließlich tritt so jemand auch die Menschenwürde mit Füßen. Genau so sollte es eigentlich sein, gemäß dem errichteten Fundament sollte der Rausschmiss folgen. Doch durch den Fall Tönnies hat dieses scheinbar unumstößliche Fundament nun deutlich Risse bekommen.

Denn der Vereinsfunktionär wurde vom Ehrenrat begnadigt – trotz einer klaren Rassismus-Aussage („Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“). Laut Ehrenrat sei nämlich der Vorsatz von Rassismus auf Seiten von Tönnies „unbegründet“. Dabei ist es doch mehr als offensichtlich, dass in jenem Menschen rassistisch beleidigt wurden. Und zwar aufgrund ihrer Nationalität. Das ist ganz klar Rassismus. Und zwar in seiner reinsten Form!

Wort der Reue nur zu S04-Fans

Hinzu kommt, dass Tönnies bisher mit keinem Wort, jenen beleidigten Menschen, eine Entschuldigung aussprach. Einzig bei den S04-Fans wurde sich mit einer emotionslosen, schriftlichen Mitteilung entschuldigt. Zu den eigentlichen Opfern, gab es aber kein Wort. Dass ist erschreckend, und zeigt, dass die Reue – wenngleich von Tönnies auch beim Ehrenrat angegeben – nicht allzu groß sein kann. Aufgrund des letzten Punktes ist das Urteil besonders bitter. Schließlich kommt Tönnies ungeschoren davon. Auch wenn er freiwillig sein Amt drei Monate lang ruhen lassen will. Er hat diese Sanktion selbst getroffen, der Verein nichts in der Richtung gemacht. Schade, normalerweise sollte es nämlich anders sein.

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