Bundesliga-Saison 2019/20: RB Leipzig im Teamcheck

Eine lange Vorbereitung neigt sich dem Ende zu und ab dem 16. August rollt der Ball endlich wieder in der Bundesliga. Bis zum Saisonstart gibt es ab sofort zweimal täglich eine Saisonvorschau zu einem Bundesligisten. Heute in Teil eins mit RB Leipzig.

Saisonrückblick

Alle guten Dinge sind drei. Gemäß diesem Motto lässt sich die vergangene Bundesliga-Spielzeit für RB Leipzig zusammenfassen. Nach der dritten Saison im deutschen Fußball-Oberhaus qualifizierten sich die Leipziger zum dritten Mal fürs internationale Geschäft. Mit acht Punkten Vorsprung belegten die Sachsen den dritten Tabellenplatz. Nach der Europa League in der Vorsaison geht es nun wieder in die Champions League zurück.

Saisonziel

Neu-Coach Julian Nagelsmann geht mit einem sehr ambitionierten Ziel ins erste Jahr bei seinem neuen Arbeitgeber. „Ich denke, wir sind in der Lage, den FC Bayern herauszufordern“ , ließ der junge Fußballlehrer während des Internationalen Trainerkongresses wissen. RB Leipzig möchte demnach gerne ein Wörtchen im Titelrennen mitreden. Sollte am Saisonende die bisherige Top-Platzierung (Platz 2) nicht getoppt werden können, dann so wenigstens eine Platzierung in den Top 4 stehen. Dies wäre damit die Qualifikation zur Champions League.

Trainer/Taktik

RB Leipzig ist ein Paradebeispiel für Hochgeschwindigkeits-Fußball. Über möglichst wenige Stationen wird der Ball ans gegnerische Tor herangetragen und der Abschluss gesucht. Genau jene Spielphilosophie verfolgt auch Coach Julian Nagelsmann – aber mit einem aktiveren Ansatz. Deswegen kaufte Leipzig das deutsche Trainer-Talent für 5 Millionen Euro aus seinem Vertrag bei der TSG Hoffenheim heraus. Bei der taktischen Ausführung der Spielweise zeigt sich Nagelsmann sehr flexibel. So ist er Verfechter eines variantenreichen und chancenreichen Offensivfußballs, wodurch sein Team für den Gegner schwerer auszurechnen ist. Damit erweitert er das Leipziger Spektrum um mehr Aktivität. Szenen, in denen nur strikt auf einen Fehler des Gegners gewartet wird, bis umgeschaltet wird, dürfte es nur noch selten geben.

Kader

Im Leipziger Kader herrscht ein sehr junges Spieler-Klima. Richtige Altstars sind nicht vorhanden, dies möchte man in Leipzig aber auch nicht. Die Transfers, wo ganz klar auf junges, aufstrebendes Potenzial gezeigt wurde, beweisen es. Außerdem ist im Kader durchaus Erfahrung vorhanden. So nimmt Timo Werner trotz seines noch jungen Alters bereits eine Führungsposition in der Mannschaft ein. Gepaart mit dem Trio Forsberg, Poulsen und Gulacsi sind auch Spieler vorhanden, die ein paar Jahre mehr auf dem Buckel haben und dementsprechend auch in Führungspositionen vorangehen können.

Neuzugänge

Wie gewohnt setzte RB Leipzig auf keine überteuerten Stars, sondern verpflichtete für wenig Geld junge Talente. Hierzu gehören Ehtan Ampadu, den man im Gegenzug einer Leihgebühr vom FC Chelsea verpflichtete. Dazu kommt Christopher Nkunku, den Leipzig vom französischen Meister Paris Saint-Germain für sich gewinnen konnte. Nkunku fühlt sich im Mittelfeld zu Hause und hier sehr flexibel einsetzbar. Ein Spielertyp ganz nach dem Geschmack von Trainer Nagelsmann. Als Königstransfer konnte Ademola Lookman vom FC Everton fest verpflichtet werden. Lookman spielte bereits in der Rückrunde 2017/18 für die Sachsen und überzeugte damals. In gerade einmal elf Einsätzen erzielte er fünf Toren und gab dazu vier Vorlagen. Dank Krösche und einer Ablöse in Höhe von 18 Millionen Euro gehört Lookman fortan zum RB-Stammpersonal.

Schlüsselspieler

Was Leroy Sane derzeit für den FC Bayern, ist Timo Werner für RB Leipzig. Nämlich ein Spieler, der die Gerüchteküche innerhalb und außerhalb der Bundesliga mächtig zum Kochen bringt. Wechselt er oder bleibt er? Jene Frage kursiert seit Monaten – bisher ohne Ergebnis. Aus sportlicher Sicht muss man sagen, ist Werner für RB unabdingbar. Er ist mit weitem Abstand der erfolgreichste Torjäger der Leipziger. In drei Spielzeiten erzielte er 61 Treffer. Der Deutsche trifft damit in jedem zweiten Liga-Spiel. Wenig überraschend stellt er mit dieser Statistik auch aktuell den erfolgreichsten deutschen Stürmer.

Formcheck

Die Vorbereitung verlief für RB Leipzig bisher durchwachsen. Von fünf Testspielen konnten gerade einmal zwei Stück gewonnen werden. Auf der Gegenseite kam man direkt zu Anfang der Vorbereitung gegen den FC Zürich mit 1:4 unter die Räder. Zudem wurde eine 1:3-Niederlage gegen Aston Villa kassiert.

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