Bundesliga-Saison 2019/20: Bayern München im Teamcheck

Eine lange Vorbereitung neigt sich dem Ende zu und ab dem 16. August rollt der Ball endlich wieder in der Bundesliga. Bis zum Saisonstart gibt es ab sofort zweimal täglich eine Saisonvorschau zu einem Bundesligisten. Heute mit dem Bayern München.

Saisonrückblick

Die Spielzeit startete für den FC Bayern und den damaligen Neu-Coach Niko Kovac äußerst dürftig. Bereits zur Herbstmeisterschaft lag der deutsche Rekordmeister neun Punkte hinter Borussia Dortmund zurück. Doch von hinten heraus nahmen die Bayern dann fahrt auf. Von Problemen mit dem „kovacischen System“ war darauf nicht mehr viel zu sehen. Stattdessen stellte sich endlich der bereits gewohnte Erfolg ein. Auch wenn es mehrere Chancen brauchte, ehe Meisterrivale BVB kurz vor Saisonende überholt werden konnte. Am 34. Spieltag siegte der FCB vor den heimischen Fans und macht die ingesamt 29. Meisterschaft perfekt.

Saisonziel

Das Ziel der Bayern ist nicht schwer zu erraten. Natürlich möchten die Münchener wieder einmal Meister werden. Geht’s nach dem eigenen Geschmäckle, dann darf in der kommenden Saison gerne auch früher eine Meister-Entscheidung zu eigenen Gunsten fallen. Ganz gleich ob Dauerrivale Dortmund etwas dagegen hat.

Trainer/Taktik

Seit einer Saison ist Niko Kovac nun Trainer beim großen FC Bayern München. Geholt wurde er damals von Eintracht Frankfurt. In der Vorsaison ließ Niko Kovac größtenteils mit einer Doppelsechs spielen. Dies tat der Kroate auf Rat von Führungsspielern und der bayrischen Führungsetage. In der neuen Saison möchte der Fußballlehrer bevorzugt auf diese System-Variante verzichten. Statt Doppelsechs soll mit zwei Achtern gespielt werden (4-3-3 bzw. nach Auslage auch 4-1-4-1) – auch wenn sich dies nicht so erfolgreich wie das bewährte Bayern-System mit Doppelsechs schlug. „Das ist schon das System, was ich gerne spielen möchte. Aber man muss es immer wieder so adaptieren, wie der Gegner ist“, so Kovac zu „Sport1“.

Neuzugänge

In Sachen Transfers haben sich die Bayern bis dato noch sehr zurückgehalten. Mal davon abgesehen, dass mit Lucas Hernandez ein Rekordeinkauf getätigt wurde. 80 Millionen Euro überwies Bayern dafür im Gegenzug zu Atletico Madrid. Ansonsten wurden einzig die Jungspunde Benjamin Pavard (für 35 Millionen vom VfB Stuttgart) und Jann-Fiete Arp (für 3,5 Millionen Euro vom Hamburger Sportverein), Sarpreet Singh als Neuzugänge vorgestellt. Deren Verpflichtung hatte sich jedoch bereits vor Monaten angekündigt. Vom großen Transfersommer, den FCB-Präsident Uli Hoeneß in der vergangenen Saison versprach, ist damit noch nicht viel zu sehen. Doch möglicherweise ändert sich dies noch. Denn derzeit läuft die Transfer-Posse um Leroy Sane einmal mehr heiß an. Der Spieler von Manchester City gilt seit Monaten als potenzieller Neuzugang. Diverse Medien, etwa der „Kicker“ oder auch die „BILD“ verkündeten jüngst, dass der Transfer gelungen sei. Von bayrischer Seite hält man sich hierzu bisher bedeckt, dementiert einzig die Medienberichte.

Kader

Der Kader der Bayern ist weiterhin sehr gut aufgestellt. Auch wenn in Sachen Transfers bislang nicht tief in die eigene Schatulle gegriffen wurde. Ein unverkennbares Problem gibt es allerdings. Es ist die Altersstruktur, welche im Kader vorherrscht. Mit den getätigten Verpflichtungen wurde nun aber ein deutliches Ausrufezeichen gegenüber dieser Entwicklung gesetzt. Nicht älter als 25 Jahre sind die verpflichteten Neuzugänge. Gerade die Defensive erfährt dadurch eine klare Verjüngung. Pavard und Rekord-Neuzugang Hernandez sind jung und agil, fachen damit den Konkurrenzkampf gegenüber den Gealterten, wie Boateng an. Auf lange Sicht werden sie die Rolle der „Älteren“ einnehmen, wenn sie es nicht bereits in dieser Saison tun werden. Es ist in jedem Fall eine Investition in die Zukunft, jene Investition würde sich auch noch in einem Backup für Lewandowski gut machen. Denn ist der Pole einmal verletzt, sieht es aktuell dürftig mit Alternativen aus.

Schlüsselspieler

Als Schlüsselspieler drängt sich bei den Bayern vor allem Lucas Hernandez auf. Der Ex-Spieler von Atletico Madrid verkörpert die bayrische Zukunft wie kein Zweiter. Jung, dynamisch, frisch. So soll der FC Bayern künftig auftreten. Bedingt durch die alten Schwergewichte wie Hummels (wechselte zum BVB) und Boateng ist die FCB-Defensive allmählich in die Jahre gekommen. Mit der Verpflichtung von Hernandez wurde nun ein Spieler geholt, der zukünftig als Abwehrchef beim deutschen Rekordmeister den Ton angeben kann. Auch wenn Hernandez selbst noch nicht alt ist. Die jungen Kollegen wie unteranderem Pavard brauchen einen Ansager, der die Kontrolle im Defensivverbund übernimmt. Durch sein Engagement in Madrid ist Hernandez dieser Aufgabe in jedem Fall gewachsen.

Formcheck

Die Bayern können mit sich stellenweise zufrieden sein. Denn obwohl noch Zeit bis zum Saisonstart ist, präsentiert sich der deutsche Rekordmeister bereits jetzt in bestechender Frühform. So wurde zuletzt beim Audi-Cup, welcher in der heimischen Allianz-Arena ausgetragen wurde, wurde Fenerbahce Istanbul klar mit 6:1 geschlagen. Neben diesem Lichtblick, warfen die Münchener aber auch einen deutlichen Schatten. So ging der DFL Supercup -das erste offizielle Pflichtspiel der neuen Saison – mit 2:0 an Borussia Dortmund verloren.

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