Bundesliga-Saison 2019/20: Borussia Dortmund im Teamcheck

Eine lange Vorbereitung neigt sich dem Ende zu und ab dem 16. August rollt der Ball endlich wieder in der Bundesliga. Bis zum Saisonstart gibt es ab sofort zweimal täglich eine Saisonvorschau zu einem Bundesligisten. Heute mit Borussia Dortmund

Saisonrückblick

In der Vorsaison gab sich der BVB lange sehr bescheiden, was das Aussprechen von Meisterambitionen betraf. Dies nicht zuletzt auch daran, dass man das noch verhältnismäßig junge Team, nicht zu stark unter Druck setzen wollte. Schließlich hatte man erst zu Saisonbeginn einen klaren Umbruch innerhalb der Mannschaft vollzogen. Dass die neu gesetzten Automatismen unter dem Neu-Coach Lucien Favre sofort griffen, damit hatte man auf Dortmunder Seite nicht gerechnet. So ergab es sich, dass erst mit der Rückrunde öffentlich die Absicht verkündet, Meister zu werden. Am Ende wurde das Ziel knapp verpasst – trotz eines zwischenzeitlichen Vorsprungs von neun Punkten.

Saisonziel

Bestärkt durch die vergangene Spielzeit, geht der BVB zur neuen Saison hin deutlich in die Offensive. Die Dortmunder verkünden bereits vorab, dass sie Meister werden wollen. „Wir werden mit der Maßgabe in die neue Spielzeit gehen, „dass wir ohne Wenn und Aber um die Deutsche Meisterschaft spielen wollen“, gab BVB-Boss Hans-Joachim Watzke gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ bekannt. Im Gespräch mit dem „WDR“ begründete er eindringlich den Dortmunder Sinneswandel: „Du musst eine Plattform haben. Und diese Plattform hatten wir nun, weil wir von zuletzt 34 Spieltagen an 21 Tabellenführer waren und am Ende nur zwei Punkte hinter dem FC Bayern lagen. In Verbindung mit den sinnvollen Transfers, die wir gemacht haben, haben wir den Anspruch für uns abgeleitet, nun den nächsten Schritt gehen zu wollen.“ Dieser Schritt lautet die nächste Meisterschaft nach 2012.

Trainer/Taktik

Lucien Favre ist als exzentrischer Taktikfuchs bekannt. Er liebt außerdem den temporeichen Offensivfußball und teilt damit Fußballphilosophie des BVB.  Aus diesem Grund wurde Favre im vergangenen Sommer als neuer Coach verpflichtet. Laut Favre soll sich an der Spielweise nicht viel ändern. Damit wird es weiter mit Vollgas in Richtung des gegnerischen Tors gehen. In der vergangenen Saison schoss der BVB dabei in 34 Spielen 81 Tore. Die Borussia stellte damit die zweitbeste Offensive der gesamten Liga. Einzig die Risikobereitschaft seiner Spieler möchte der französische Fußballehrer etwas mindern. Dadurch sollen künftig noch weniger Gegentreffer kassiert werden.

Neuzugänge

Borussia Dortmund nutzte bereits intensiv die Möglichkeit, sich auf dem Transfermarkt zu verstärken. Für 127,5 Millionen Euro wurde neues Spielermaterial verpflichtet. So wurde Paco Alcacer vom FC Barcelona, der bisher auf Leihbasis im BVB-Trikot spielte, fest an den Klub gebunden. Dazu wurde ein junges Bundesliga-Trio verpflichtet. Für die Verteidigung wurde Nico Schulz von der TSG Hoffenheim verpflichtet. Für die Offensive wurden dagegen der Ex-Gladbacher Thorgan Hazard und ehemalige Leverkusener Julian Brandt geholt. Als Königstransfer wurde der Rückkauf von Mats Hummels initiiert. Der gebürtige Münchener wurde für rund 30 Millionen Euro vom FC Bayern losgeeist.

Kader

Das Dortmunder Spieleraufgebot stellt den teuersten BVB-Kader aller Zeiten. Mit dem Transfer von Mats Hummels hat der BVB eine eklatante Lücke der vergangenen Spielzeit geschlossen. So mangelte es deutlich an Führungsspielern, die etwa in schwierigen Momenten das Heft das Handelns übernehmen. Als zuständiger Kapitän wurde Reus häufig alleine mit dieser Aufgabe konfrontiert. Dies hat sich nun geändert. Mit Hummels, der durch seine Dortmunder Vergangenheiten außerdem den Klub gut kennt, hat man klar an Erfahrung gewonnen. Im Gegensatz zur Vorsaison hat sich auch die Qualität in der Offensive noch einmal gesteigert. So ist der BVB dank der agilen Brandt und Hazard nicht mehr alleine auf die noch sehr jungen Sancho und Bruun Larsen angewiesen. Dank dem gestandenen Bundesliga-Duo ist Dortmund künftig auch noch schwerer ausrechenbar, den beide zeichnen sich durch ein hohes Maß an Kreativität aus.

Schlüsselspieler

Als Schlüsselspieler bieten sich bei der Borussia gleich zwei Spieler an. Zum einen Jadon Sancho sein. Das Top-Talent, dass der BVB von Manchester City loseiste, spielte in seiner Premierensaison für die Borussia einen starken Ball. Für seine gerade einmal 19 Jahre, agiert er bereits sehr abgeklärt, präsentiert Spielwitz und hat sich bestens ins Dortmunder Team eingefügt. Auch in der kommenden Saison ist damit von ihm einiges zu erwarten, vor allem Dingen auch was seine Perspektive angeht. Denn – vorausgesetzt es gibt keine Vertragsverlängerung – könnte er im kommenden Sommer ablösefrei zu haben sein. Dutzende Europa-Klubs lechzen nach dem Youngster.

Zum anderen wird Mats Hummels im Fokus stehen. Denn bisher war die Defensive vor allem mit sehr jungem Personal besetzt. Bedingt durch Hummels Erfahrung könnte die Borussen Defensive nun deutlich sattelfester daherkommen. Die Folge wären weniger Gegentreffer.

Formcheck:

Dortmund gab sich innerhalb der Vorbereitung keine Blöße. Kein einziges Testspiel wurde verloren. Gleichzeitig gelang ein Achtungserfolg gegen den FC Liverpool. Während der sechstägigen USA-Reise wurde der Premier-League-Klub um Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp mit 3:2 besiegt. Im DFL Supercup wurde außerdem der FC Bayern mit 2:0 und ein Ausrufezeichen vor Beginn der Meisterschaft gesetzt.

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