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Kovac hätte früher Bekenntnis verdient gehabt

Der FC Bayern ließ Coach Niko Kovac in der Öffentlichkeit gewaltig lange zappeln. Nun gab Boss Rummenigge endlich sein Ja-Wort zur Zusammenarbeit . Kovac hätte es schon früher verdient gehabt. Ein Kommentar.

Bayrische Bosse mit Uneinigkeit

Die letzten Wochen waren für Niko Kovac gewiss nicht leicht. Fast täglich wurde der FCB-Trainer angezählt. Medial wurde zudem intensiv über mögliche Nachfolger spekuliert. Doch die Schuld einzig auf die Medien zu schieben, ist schlichtweg falsch. Auch die Bayern-Bosse haben ihren Teil zum Verwirrspiel beigetragen. Und das nicht gerade unerheblich. Das bayrische Bermuda-Dreieck Rummenigge, Hoeneß und Salihamidzic bot gleich drei unterschiedliche Positionen zur Causa „Niko Kovac“ dar. Rummenigge sprach sich öffentlich deutlich gegen Kovac aus. Besonders nach dem Ausscheiden aus der Champions League gegen Liverpool hagelte es harsche Kritik. Denn direkten Gegenpol hierzu bot Hoeneß dar. Er lobte Kovac. Sportdirektor Salihamidzic befand sich eingepfercht zwischen beiden Bossen in einer neutralen Position wieder. Es braucht nicht viel um nachzuvollziehen, dass die Unentschlossenheit der Bosse Kovac innerlich zermürbte. Zumal die Saison nach dem katastrophalen Herbst-Abschnitt sehr ansehnlich verlief. Den einzigen weiteren immensen Patzer leistete sich der deutsche Rekordmeister noch gegen Liverpool. Ansonsten spielte der FCB gut und holte damit den deutlichen Rückstand in der Liga auf Dortmund auf. Es waren ingesamt neun Punkte, die wettgemacht wurden.

Kovac bleibt starker Ruhepol

Trotzdem blieb Kovac ruhig und in sich gekehrt. Egal wie sehr er trotz des sportlichen Aufschwungs in Frage gestellt wurde. Dies muss man ihm hoch anrechnen. In keiner einziger Situation zog der ehemalige Frankfurt-Trainer jemals den Stecker. Ganz im Gegenteil. Er zeigte sich viel mehr motivierter, je mehr der Vorsprung auf den BVB wich und sprach öffentlich vom Titel. Dass dieser Mut erst jetzt nach dem Pokalgewinn belohnt wurde, kommt doch reichlich spät. Auch wenn Rummennigge nach dem Gewinn in der „ARD“ erklärte: „Ja, aber das haben wir eigentlich nie infrage gestellt. Wir haben nie gesagt, wir stellen irgendwas infrage“. Dann hätte man dies doch auch früher kommunizieren können. Wenn nicht öffentlich, dann doch zumindest intern. Für seine Leistungen hatte Kovac dies allemal verdient. Ihn einfach als Trainerfigur alleine zu lassen, das war nicht fair. Zudem hätten klare Worte in der Öffentlichkeit, auch den ganzen Zündstoff aus dem Thema genommen. Das große Tohuwabohu hätte nicht solche Dimensionen erreicht. Es wäre einfach vorbei gewesen.

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