BVB kauft nicht die Liga kaputt!

Borussia Dortmund sorgt momentan mit seiner Transferpolitik für Aufsehen. Binnen zwei Tagen sind gleich zwei Leistungsträger der direkten Ligakonkurrenz zum BVB übergewandert. Dortmund deshalb pauschal nur Böses zu unterstellen, ist aber falsch.

Genialer BVB-Coup oder kaltes Kalkül?

Erst Niko Schulz, nun auch Thorgan Hazard und Julian Brandt. Innerhalb von zwei Tagen hat Borussia Dortmund gleich dreimal bei der Konkurrenz zugeschlagen. In allen drei Fällen wurden absolute Leistungsträger abgeworben. Die Meinung in der Fanszene zur Dortmunder Transferpolitik ist gespalten. Die Einen loben Dortmund für dessen Coup bei der Konkurrenz zu wildern. Schließlich greifen damit gleich zwei Mechanismen ineinander. Zum einen werden natürlich die Gegner geschwächt. Zum anderen mit gutem Personal die Chancen auf den persönlichen Erfolg erhöht. Andere stehen der ganzen Sache dagegen äußerst kritisch gegenüber. Der BVB kaufe die Liga kaputt, lautet der Vorwurf. Doch stimmt das wirklich?

Dortmund wildert nicht ohne Grund

Betrachtet man den jüngsten Trend, dann lässt sich durchaus feststellen: Dortmund hat in den letzten Jahren vermehrt in der Liga zugeschlagen. Reus, Sokratis, Ginter, Ramos, Castro, Bürki, Schürrle, Philipp, Toprak, Dahoud, Diallo, Delaney, Wolf, Schulz Hazard und Brandt. Ingesamt 16 Spieler wurden verpflichtet. Dies kann durchaus als Hausnummer angesehen werden. Zumal sich der FC Bayern, dem sonst immer das Prädikat „kaputtkaufen“ angehängt wird, sehr zurückhielt. Einzig beim BVB selbst, schlug der Rekordmeister einmal sehr kräftig zu. So wurde zunächst Mario Götze, dann Robert Lewandowski und schließlich Mats Hummels von den Schwarz-Gelben verpflichtet. Dabei muss aber auch berücksichtigt werden: Der Verlust des Trios traf Dortmund hart und natürlich brauchte es im Gegenzug Ersatz.

Nun ist der BVB der zweitbeste Klub Deutschlands und möchte diesem Anspruch selbstverständlich gerecht werden. Dafür müssen neben den Bayern natürlich auch bei der Borussia die besten Spieler der Liga spielen. Und wo findet man diese? Natürlich bei der Konkurrenz. Es ist also nur logisch, dass Hazard und Co. als Neuzugänge verpflichtet werden. Ferner kann dieses Vorgehen auch bei anderen Klubs beobachtet werden. So tätigen etwa auch die Europapokalanwärter untereinander regelmäßig ligainterne Transfers. Als Beispiel seien Hoffenheim und Leverkusen genannt. So ist nun einmal das Fußball-Business. Wer Erfolg haben will, der muss sich auch bei Anderen bedienen. Genau das tut auch Dortmund.

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