Hannover-Boss Kind spricht über möglichen Abstieg

Hannover 96 befindet sich im klaren Sinkflug Richtung zweite Liga. Nicht zuletzt der blutlose Auftritt beim 1:5 gegen den VfB Stuttgart beweist dies. Nun hat sich 96-Boss Martin Kind zur aktuellen Situation bei den Rothosen geäußert.

Kind: „Glauben weiter an Klassenerhalt“

Die deutliche 1:5-Pleite am vergangenen Sonntag gegen Stuttgart legte die sportliche Misere bei 96 einmal mehr offen. Die Rothosen sind in ihrer derzeitigen Verfassung nicht mehr bundesligatauglich. Trotzdem schöpft der Verein weiterhin die Hoffnung, in der Liga verbleiben zu können. „Solange der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist, geben wir nicht auf. So lange werden wir Ruhe bewahren, auch wenn’s schwerfällt“, gab Kind gegenüber der „Neuen Presse“ bekannt.

Kind: 2. Liga? „Wollen direkten Wiederaufstieg“

Zeitgleich äußerte sich Kind auch zu einem möglichen Abstieg in die 2. Liga. „Ich habe mich entschieden, dass wir erneut den direkten Wiederaufstieg erreichen wollen“, erklärt Kind das Ziel für die nächste Zweitliga-Saison. Damit peilt er das gleiche Ziel wie nach dem Abstieg 2016 an. Damals gelang Hannover nach einer Zweitliga-Saison der direkte Wiederaufstieg in deutsche Fußballoberhaus. Allerdings mit einem Minus von 17 Millionen Euro. Diesmal soll der Aufstieg laut dem 96-Chef anders finanziert werden: „Wir wollen Spieler verkaufen und das Geld dann für Transfers einsetzen.“ Fehleinkäufe wie der von Jonathas (10 Millionen Euro) sollen dabei vermieden werden. „Teuer ist nicht gleich gut, wir müssen das Geld effizienter verwenden“, betont Kind.

Walace-Abschied rückt näher

In der laufenden Spielzeit 2018/19 gab Hannover 18,5 Mio. Euro für neue Spieler aus. Alleine für Ex-HSV-Spieler Walace zahlte 96 sechs Millionen Euro an Ablöse. Geht es nach Kind, dann steht der Neuzugang allerdings wieder schon vor dem Abschied. Mit Spielern wie Walace, die offensichtlich nicht bereit sind, alles zu investieren, brauchen wir auch nicht zu planen“, stellt er klar. Walace besitzt zwar noch einen bis 2022 gültigen Vertrag. Dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von 30 Millionen Euro kann er den Verein aber auch schon vorzeitig verlassen. Nach Informationen der „Neuen Presse“ stehen mit Ihlas Bebou (15-Mio.-Euro-Ausstiegsklausel für die 2.Liga), Abwehrchef Waldemar Anton sowie die Angreifer Niclas Füllkrug (24-Mio.-Euro-Klausel) und Genki Haraguchi (für 8 Mio. Euro zu haben) weitere Verkaufskandidaten bereit.

Zwischen 30 und 40 Millionen Euro sollen durch die Verkäufe eingenommen werden. „Das Geld brauchen wir auch, weil wir eine neue Mannschaft zusammenstellen müssen“, sagt Kind. „Die aktuelle Mannschaft ist kaputt, schlecht zusammengestellt und gescheitert. Und das bei der teuersten Mannschaft, die wir je hatten.“

Doll soll bis Saisonende bleiben

„Es hat so viele Fehler gegeben, das beginnt bei mir, betrifft die sportliche Leitung, den Trainer und so weiter. Wir müssen die Entscheidungen breiter und professioneller aufstellen, Antworten und neue Positionen finden. Dieses Modell ist gescheitert“, analysiert Kind die Saison. „Die Schlüsselfiguren sind der Sportdirektor, der Trainer und die Spieler“, konkretisiert der 96-Chef. Demnach könnte er für Coach Thomas Doll nach der Saison eng werden. Bis zum Saisonende soll sich auf der Trainerposition allerdings nichts mehr ändern. „Stand heute würde ich das ausschließen“, antwortet Kind auf eine mögliche Entlassung Dolls.

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