Positive und Negative Überraschungen der bisherigen Bundesliga-Saison

In dieser Bundesligasaison läuft alles ein bisschen anders. Während die Topteams Leverkusen und Schalke, anstatt um die internationalen Plätzen mitzuspielen, in der Saison maximal nur das Mittelmaß bilden, ist dies bei anderen Mannschaften eine positivere Überraschung. Entgegen aller Erwartungen finden sich anstelle der Schalker bzw. Leverkusener Überraschungsteams wie Hoffenheim auf dem Weg nach Europa. Wie es dazu kommen konnte erklären lemursportblog (https://sportbloglemur.wordpress.com/author/lemursportblog/) und leosfussballblog hierzu mit einer Analyse.
Wo liegen die Probleme bei Schalke/Leverkusen?
leosfussballblog: Die Schalker und Leverkusener Saison gleicht einer Talfahrt mit Höhen und Tiefen. Das Resultat: Man hinkt den eigenen Ansprüchen und Erwartungen hinterher. Das vor der Saison ausgerufene Ziel, in der kommenden Spielzeit in der Champions League bzw. Europa League zu spielen, konnte bislang keines der beiden Mannschaften erfüllen.
Lemursportblog: Neben der Inkonstanz ist eines der Hauptprobleme, dass namhafte Neuzugänge nicht bzw. über weite Teile der Saison nicht die erwartete Leistung abrufen konnten. Es wirkt, als könnten die Trainer ihre neuen Schützlinge nicht gewinnbringend in die Mannschaften integrieren.

Was sind die Ursachen der Probleme?
leosfussballblog: Sowohl S04 als auch Bayer sehen sich einer ungewohnten Situation ausgesetzt. In den letzten Jahren spielte man regelmäßig ganz vorne um die internationalen Plätze mit. Jetzt nicht! (Wenngleich Schalke nach dem Sieg gegen Leverkusen (4:1) die Saison eventuell mit der Europa League-Quali noch gerade biegen kann). Ein weiterer Grund, warum es derzeit nicht läuft, ist, dass das große Potenzial des Kaders zu selten ausgeschöpft wird – trotz Top-Spielern wie Brandt, Chicarito, Goretzka und Kolasinac. Die Folge: Es wurden nur 30% auf Leverkusener und 35% der Saisonspiele auf Schalker Seite (Quelle: bulibox.de) gewonnen. Viel zu wenig, um weiter oben mitzumischen. 
Lemursportblog: Leverkusen etwa ist gar nicht so schlecht gestartet, belegte zwischenzeitlich (am zweiten und sechsten Spieltag) sogar den sechsten Tabellenrang, rutsche dann aber immer mehr ab. Gerade zum Ende der Saison hin haben die Leverkusener das Problem, mehrere Siele hintereinander zu gewinnen. Die gelang zuletzt mit zwei Siegen am 20. Und 21. Spieltag gegen Frankfurt und Augsburg. Dann schien die Werkself ihr Selbstvertrauen aus Siegen nicht mehr für einen weiteren Dreipunktgewinn in Folge nutzen zu können und verlor etwa nach der Niederlage in der Champions League gegen Atletico die folgenden beiden Bundesligaspiele. Zuletzt holten sie gar nur einen Punkt aus vier Spielen.

Schalke hingegen hat sich nach einer zwischenzeitlichen Durststrecke wieder gefangen und deklassierte die Leverkusener am vergangenen Spieltag vor deren Publikum (1:4). Bei den Schalkern ist vor allem die „Formschwäche“ gegen starke Teams als Grund für die Saison hinter den Erwartungen auszumachen. So verloren die Königsblauen in der Rückrunde zuletzt gegen Bayer, Gladbach und das wiedererstarkte Bremen und mussten sich die Punkte mit Hoffenheim, Dortmund und Leipzig teilen. Um sicher international dabei zu sein, müssen in Zukunft mehr Punkte gegen die Topteams – und damit gegen Konkurrenten um die internationalen Plätze – her. 

 

Was macht die Überraschungsteams (wie etwa Hoffenheim) in dieser Saison so stark?

leosfussballblog: Hoffenheim, Köln, Bremen und Co. überraschen mit ihrer beeindruckenden Konstanz. Von Spiel zu Spiel schaffen es diese Teams den nötigen sportlichen Ehrgeiz und Willen zu entwickeln, regelmäßig das Optimum aus sich herauszuholen. Der Lohn: Man punktet sehr oft und kann sich deshalb auch in den vorderen Plätzen festsetzen. Anteil am Erfolg hat außerdem die niedrige Erwartungserhaltung der „Überraschungsteams“. Niemand erwartet, dass diese ganz vorne mitspielen. Hierauf können die völlig unbefreit aufspielen.
Lemursportblog: Das Thema mit der Erwartungshaltung und somit auch dem Druck auf die Spieler ist auch aus meiner Sicht entscheidend. Denn wenn der Druck zu punkten oder sogar zu gewinnen oft beim Gegner liegt und Teams wie Köln, Hoffenheim, Bremen oder sogar Freiburg, die mit dem drittkleinsten Gesamtmarktwert aktuell Tabellensiebter sind, nicht nur befreit, sondern auch defensiv stabil aufspielen und es dem Gegner zunehmend schwer machen. Sie können mit Nadelstichen nach vorne vergleichsweise leicht Tore und damit Punkte einfahren, weil ihnen Platz geboten wird, den sie auch zu nutzen wissen. Zum Vergleich stellt sich jedes Teams gegen Bayern oder Dortmund hinten rein und beschränkt sich auf die Defensive, wohingegen das durchschnittliche Bundesligateam viel aktiver spielt wenn es beispielsweise gegen Freiburg geht.   


Dieser Artikel entstand in einer Kooperation mit lemursportblog (https://sportbloglemur.wordpress.com/author/lemursportblog/)

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